Tour 2:
Von Krakow am See 15 Kilometer durch Feld und Wald, mehrere Badestellen,
leichter Schwierigkeitsgrad und also auch für Kinder und
ältere Leute.
Keine ernsten erkennbaren Nachteile (Stand Mai 2006)
Eine Rundtour
können Sie natürlich an jeder Stelle beginnen. Wir gehen
aber davon aus, dass Sie in Krakow
am See starten. Falls Sie nicht in diesem hübschen
Städtchen übernachtet haben, können Sie Ihren Wagen
recht gut auf dem sehr verkehrsgünstig gelegenen zentralen
Parkplatz abstellen, an dem auch "Aldi", "Edeka"
und zwei Banken liegen. Dort ist immer Platz und es sind nur wenige
Schritte in die Innenstadt.
Für
unsere Radtour nehmen Sie an der grossen Ampel-Kreuzung die Strasse
nach Linstow, Richtung Autobahn. Leider gibt es hier keinen Radweg,
Sie müssen also auf der Strasse fahren und das ist nicht
ungefährlich. Vielleicht ist es besser, links auf den Gehweg
auszuweichen; das ist zwar eigentlich nicht korrekt, wird hier
in Krakow aber ständig praktiziert.
Wenn Sie erst
mal aus dem Ort raus sind, kommen Sie (nach erneut 150 m "Gefahrenstrecke")
auf einen ganz neuen und herrlichen Radweg - leider nur für
wenige Hundert Meter, denn an der Gaststätte "Dat Rökerhus"
müssen Sie wieder eine kleine Weile auf die Strasse. Schade,
denn hier - bei der "Fahrt durch's Wasser" - haben Sie
einige der schönsten Aussichten:
Zur einen
Seite der Krakower Obersee, streng geschützt und nur
der Natur vorbehalten, zur anderen der touristisch erschlossene
Untersee, beide nur durch den Fahrdamm getrennt. Wenigstens
eine Bank sollte dort aufgestellt werden, denn der Platz wäre
vorhanden.
Allerdings
können Sie ihre erste Rast ein kleines Stückchen später
machen, wenn sich der Blick auf den Obersee zum zweiten Mal öffnet.
Ein Trampelpfad führt zum nahen Wasser, es ist klar und wohl
wärmer, als an anderen Stellen, denn es ist sehr flach und
voll nach Süden ausgerichtet. Es wäre eine ideale Badestelle,
aber das Baden im Obersee ist eigentlich verboten....
Wer
etwas komfortabler rasten will, der sollte noch 200 m weiterfahren:
Gleich nachdem Sie nach rechts auf einen kleinen Pfad eingebogen
sind (nach links ist der Weg nach Neu-Dobbin ausgeschildert, eine
Bushaltestelle befindet sich hier übrigens auch), steht die
erste kleine Sitzgruppe. Noch 'mal 100 m weiter gelangen Sie zu
einer schönen Aussichtskanzel, wo Sie Rohrsänger und
Haubentaucher und mit etwas Glück auch Seeadler bequem beobachten
können.
An dieser
schönen und romantischen Strecke (bei den Einheimischen ist
dieser Pfad als "Lustweg" bekannt) stehen alle
paar Dutzend Meter Bänke. Schlüsselblumen - die Wildform
unserer beliebten Gartenprimel - wiegen ihre Blüten im Wind.
Nach einigen
Hundert Metern wird der Weg schliesslich sehr schmal, verschwindet
fast zwischen Wiesen und Getreidefeldern. Kurz bevor Sie dann
einen breiteren Fahrweg erreichen gibt es noch 'mal die Möglichkeit,
direkt am Wasser zu rasten: ein kleiner Sandstrand, sogar mit
herrlichem Blick auf den Krakower Obersee mit seinen Inseln und
Inselchen. Der Fahrweg nun ist eine alte Kastanienallee und auch
hier wieder überall Bänke.
In
Dobbin erreichen Sie schliesslich eine Asphaltstrasse,
die Sie nach links in den Ort hinein oder nach rechts zur Forellenzucht
(Mittagsrast?) fahren können. Wir aber fahren - geradeaus,
zwischen den Fichten hindurch. Noch ein kurzes Stück, dann
müssen Sie gut aufpassen: Sie fahren jetzt direkt auf ein
altes Gemäuer zu, wohl den Resten eines Hauses, hinter dem
sich (schräg rechts) ein hohes restauriertes Gebäude
erhebt. Wählen Sie an dieser Kreuzung den Weg ganz rechts
und Sie werden belohnt durch einige seltene Baumriesen. Es sind
wohl die Reste des ehemaligen Gutsparks; gewaltige Laub- und Nadelbäume
stehen locker gruppiert. Der Höhepunkt ist zweifellos eine
vielstämmige Linde, die am Fuß wohl 12 m im
Umfang messen dürfte!
Am Ende unseres
Weges fahren Sie zwischen zwei grossen Findlingen hindurch und
kommen wieder auf eine Asphaltstrasse. Rechter Hand können
Sie über das Flüsschen "Nebel" zu einem
Parkplatz fahren - vielleicht haben Sie sich dort verabredet.
Wir halten uns aber links, an der nächsten Gabelung dann
rechts und hinter der Kirche wiederum links. Von der Wendeschleife
hier zweigt ein unbefestigter Fahrweg ab (ausgeschildert mit "Resort
Linstow"); dem folgen wir (Vorsicht: Schleudergefahr im Sand!)
und erreichen bald die grosse Strasse von der Autobahn-Abfahrt
Linstow nach Krakow. Hier gibt es einen sehr guten Radweg
und wir nehmen ihn Richtung Krakow (falls wir nicht nach Linstow
wollen, denn dort kann man die Tour auch ganz gut beginnen)
Natürlich
können Sie auf dieser Strasse jetzt schnurstracks nach Krakow
fahren, aber bitte bedenken sie, dass der Radweg (kaum begreiflich!)
nicht bis nach Krakow hinführt. Wir empfehlen deshalb,
nur bis zur nächsten Kreuzung zu fahren. Wir biegen hier
nicht nach Zietlitz ein (da ist es auch schön, aber
vielleicht ein anderes Mal ...), sondern hinter der Kompostieranlage
/ ehemaliges Fahrsilo nach rechts. Das ist ein moderner,
schöner Plattenweg und das "geht ab, wie Schmidts Katze".
Gleich an der Gabelung nach links, denn wir wollen noch etwas
besonderes sehen:
Mecklenburgs
(!) mächtigste Buche, die "Schäferbuche"
mit ca. acht Meter Stammumfang. Ein Riese, der vor allem im Detail
sehr eindrucksvoll ist. Dass hier ein schöner Rastplatz ist,
versteht sich auf dieser Strecke wohl fast von selbst. Auch die
mitgebrachte Decke und die Sonnenmilch können hier wiederum
zum Einsatz kommen.
Übrigens:
Wenn Sie grosse Bäume mögen, dann besuchen Sie uns doch
'mal auf www.alleenstrasse.de
- da gibt's noch mehr davon!
Von der Schäferbuche
aus fahren wir direkt nach Krakow, d.h. immer dem Weg nach, durch
Neu-Dobbin (das sind nur 4 Häuser) und kommen wieder
an die grosse Strasse, von der wir vor ca. 2 Stunden in den Lustweg
eingebogen sind. Jetzt sind Sie in 10 Minuten wieder auf dem "Aldi"-Parkplatz.
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